DIE GEMEINDE Anzeige auf der Startseite
100.000 Euro für die Erdbebenopfer in Chile
BEFG-Bundesgeschäftsführung verzichtet auf Spendenaufruf
Wustermark - Der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) stellt für die Erdbebenopfer in Chile 100.000 Euro bereit. Dies beschloss die Bundesgeschäftsführung der Freikirche. Die Gelder werden über die Europäische Baptistische Mission (EBM/MASA) an den argentinischen Baptistenbund weitergeleitet, der bereits Hilfskräfte nach Chile geschickt hat. Bei dem schweren Erdbeben Ende Februar in Chile und den anschließenden Tsunami waren mehr als 800 Menschen zum Leben gekommen. Rund eine halbe Million Wohnungen wurden zerstört. Mit einer Stärke von 8,8 war es eines der schwersten jemals gemessenen Beben.
„Wir sind froh, dass wir international so gut vernetzt sind", sagte BEFG-Generalsekretärin Regina Claas: „So können wir auf verlässliche Partner bauen und sicher sein, dass das Geld gut ankommt und da eingesetzt wird, wo es gebraucht wird.“ Die Bundesgeschäftsführung sieht von einem besonderen Spendenaufruf ab, da nach ihren Angaben der Kastrophenfonds des Bundes in der letzten Zeit durch die Großzügigkeit vieler Spender sehr gut gefüllt wurde: „Es ist bereits genug Geld da."
Wie EBM-Referent Carlos Waldow (Elstal) der GEMEINDE auf Anfrage mitteilte, habe man als Soforthilfe 20.000 Euro weitergeleitet. Arturo Köbernick, der EBM-MASA-Repräsentant in Argentinien, und ein weiterer Mitarbeiter organisierten gegenwärtig die nächsten Schritte. „Wir wollen nicht einfach Geld schicken, ohne ganz genau zu wissen, dass es an der richtigen Stelle eingesetzt wird“, so Waldow. Mit den ersten Spenden seien Nahrungsmittel, Medikamente und Trinkwasser bezahlt worden. Darüber hinaus wolle man nun Alubleche von Argentinien nach Chile liefern, um daraus Hütten für die Obdachlosen errichten zu lassen. In Chile gebe es gegenwärtig solche Bleche nicht mehr zu kaufen.
In Chile gibt es zwei Baptistenbünde mit insgesamt rund 37.000 Mitglieder. Der argentinische Baptistenbund hat rund 80.000 Mitglieder.
Klaus Rösler
Der Text der Nachricht erscheint nur für angemeldete Abonnenten
(09.03.10)