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Neu: Irisches Baptistisches Netzwerk will internationale Kontakte stärken
Neue Organisation gegründet – Auf der Suche nach einer geistlichen Partnerschaft
Belfast – Eine neue baptistische Organisation in Irland sucht offiziell Kontakt zur Europäischen Baptistischen Föderation (EBF) und dem Baptistischen Weltbund (BWA). Dazu wurde Ende Februar in der Windsor Road Baptist Church in Belfast das Irische Baptistische Netzwerk (IMN) gegründet. An der Gründungsveranstaltung, zu der ein Gottesdienst im zeitgenössischem gälischen Stil gehörte, nahmen leitende EBF-Vertreter teil: nämlich Präsident Valeriu Ghiletchi (Chisinau/Moldawien), Generalsekretär Tony Peck mit seiner Assistentin Helle Liht (beide Prag) sowie der Generalsekretär des Bulgarischen Baptistenbundes, Teddy Oprenov (Sofia), der auch die Predigt hielt. Er behandelte dabei die Frage „Wer ist mein Nächster?“ Mit einem Video grüßte BWA-Präsident David Coffey die Versammlung.
Am Sonntag teilten sich die EBF-Gäste auf und predigten in verschiedenen Gemeinden vor allem in Nordirland sowie in der Grace Baptist Church in Dublin. In allen Gottesdiensten wurde in den anschließenden Begegnungen deutlich, dass sich viele irische Gemeindemitglieder wünschen, nicht nur mehr über ihre Glaubensgeschwister in aller Welt zu erfahren, sondern diese Beziehungen auch zu intensivieren. Erste Kontakte haben einige Iren zur EBF und zum BWA bereits während der Jubiläumsfeiern aus Anlass des 100-jährigen Bestehens des Weltbundes 2005 in Birmingham und im vergangenen Jahr beim Jubiläumskongress „Amsterdam 400“ geknüpft, als in Amsterdam das 400-jährige Gründungsjubiläum der weltweit ersten Baptistengemeinde gefeiert wurde. Das Irische Baptistische Netzwerk nimmt sowohl Privatpersonen wie auch Organisationen auf. Mehr Informationen unter: www.ibnetworks.org
EBF-Präsident Ghiletchi, der hauptberuflich als Abgeordneter im moldawischen Parlament tätig ist, nahm während des Besuches Kontakt zu dem irischen Politiker Jeffrey Donaldson von der Demokratischen Union auf, der für Irland im britischen Parlament sitzt. Beide sind darüber hinaus auch in ihren Heimatländern in der parlamentarischen Gebetsfrühstücksbewegung aktiv.
EBF-Generalsekretär Peck zog ein positives Fazit über die Reise, die ihn erstmals nach Irland brachte: „Bisher hielt ich Nordirland für eine Gegend mit einer gewaltsamen religiösen Auseinandersetzung, vor allem zwischen Katholiken und Protestanten. Doch was wir entdeckt haben waren Menschen, die während und nach dem Konflikt ihren Glauben an Gottes versöhnende Liebe in Christus bezeugt haben.“ Er sei von der menschlichen Wärme und dem lebendigen Zeugnis der irischen Baptisten tief bewegt worden: „Wir sind davon überzeugt, dass wir viel von den Irischen Baptisten lernen können.“ Es sei ein spannender Prozess, wie das Irische Baptistische Netzwerk die Kontakte im Sinne einer „echten geistlichen Partnerschaft“ stärken werde. Zum Irischen Baptistenbund gehören 94 Gemeinden in Nordirland und 21 in der Republik Irland, die zusammen 8.000 Mitglieder und 20.000 Gottesdienstbesucher repräsentieren.
Klaus Rösler
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(09.03.10)